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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
FIBROMYALGIE
Fehlbelastung und Fehlhaltung in Schule,
Sport oder Beruf führen zu schmerzhaften Verspannungen der
Muskulatur und,
wenn diese anhalten, zu myofaszialen
Schmerzen
(Mus
kel und deren
Gewebsumhüllung betreffende
Schmerzen)
wobei dann auch die
Sehnenansätze (Tendopathie)
betroffen sind.
Diagnostisch lassen sich bei subtiler Technik immer schmerzhafte Myogelosen und
Triggerpunkte (=
Schmerzreizpunkte)
ertasten.
Zur Therapie dienen
Triggerpunktinfiltrationen (mit örtlichem Betäubungsmittel, evtl. auch
Kortison-Zusatz), Physiotherapie, Vermeidung von Fehlbelastung und Kräftigung
der
Muskulatur
durch gezielte Gymnastik.
Ein generalisiertes, myofasziales Schmerzsyndrom ist durch eine Vielzahl schmerzhafter Regionen gekennzeichnet, oft begleitet von vegetativen Krankheitserscheinungen (z.B. vermehrtes Schwitzen) und psychischen Veränderungen.
Generalisierte myofasziale Schmerzen werden in der Literatur nicht einheitlich klassifiziert und deshalb unter verschiedenen Diagnosen geführt:
Regelmäßig finden sich bei Fi bromyalgie druckschmerzhafte Punkte an 18 (2x9) definierten Stellen (Tender points):
Umgekehrt gibt es bei der Fibromyalgie 13 (1+2x6) nicht druckschmerzhafte Kontrollpunkte:
Das Krankheitsbild der Fi bromyalgie ist durch eine Vielzahl diffuser, breitflächiger, spontan schmerzhafter Regionen mit wechselnden "rheumatischen" Beschwerden im muskuloskelettalen (= Muskeln und Skelett betreffenden) System bei insgesamt deutlich erniedrigter Schmerzschwelle gekennzeichnet. Bei der Fibromyalgie liegt eine Kombination von psychischen, neurologischen und funktionellen Störungen vor.
Die wichtigsten Krankheitserscheinungen der Fibromyalgie sind Muskelschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörung, Depressionen und neuroendokrine Dystonie (= Drüsen- und Nervenstörungen) (Hoerster 1997).
Der Symptomkomplex "Müdigkeit"
zeichnet sich aus durch: Überschießende Reaktion auf physischen und psychischen
Streß mit rascher Ermüdbarkeit und rascher Erschöpfung, geringere
Belastbarkeit, Leistungsschwäche und Konzentrationsstörung.
Die Schlafstörung betrifft besonders die Tiefschlafphase IV
(Non-REM-Phase), verursacht ein Gefühl der Zerschlagenheit und verhindert einen
erholsamen Schlaf.
Häufige funktionelle Begleitsymptome der
Fi bromyalgie:
Kopfschmerzen (auch
Migräne, selten
Cluster-Kopfschmerz),
Colon irritable
(=
Reizdarm),
nervöser Reizm
agen, Re
izblase, Dysmenorrhoe
(= schmerzhafte Periode),
Parästhesien (=
Kribbeln),
Schwellungsgefühl an
Händen und
Füßen,
Raynaud-Symptomatik
(=
arterielle
Durchblutungsstörung der
Hände u.
Füße)
und
Restless legs
(=
unruhige Beine /
Füße).
Die Komplexität der Fi bromyalgiesymptome läßt großen Spielraum für differentialdiagnostische Erwägungen (= was außer dieser Erkrankung sonst noch an Krankheiten in Betracht kommen könnte):
Tritt die
Fi bromyalgie
im Gefolge einer definierten Grundkrankheit auf, so spricht man von einer "sekundären
Fi bromyalgie".
Ätiologie (=
Krankheitsursache) und Pathogenese
(=
Krankheitsentwicklung) der
Fibromyalgie sind noch unbekannt und führen zu kontroversen
Spekulationen.
Psychologische Faktoren, so z. B. psycho-soziale Störungen (Hansen 1991),
scheinen aber erheblich zur körperlichen Symptomatik
(= Krankheitszeichen)
beizutragen. Jede Form von körperlichem und seelischem
Streß wirkt
offenbar schmerzverstärkend (Bengtson et al. 1986, Tilscher
et Eder 1985).
Nach Tilscher und Bogner (1974) werden bei weichteilrheumatischen
Syndromen (=
Erkrankungen) insbesondere depressive
Symptome gehäuft gefunden.
Viele Arbeiten zum Nachweis einer Koinzidenz
(= zeitliches Zusammentreffen von Ereignissen)
psychopathologischer
(= krankhaft psychischer) Phänomene
bei Pana
lgesie (= durch 1 Krankheit verursachte Ganzkörperschmerzen)
-Syndromen sind aber methodisch nicht immer
nachvollziehbar. Die Tatsache, daß bei vielen Fibromyalg
ie
patienten keine psychologischen Besonderheiten
nachzuweisen sind, spricht nach Wolfe (1984) gegen eine primär
psychogenetische Erklärung der Fi
bromyalgie. Die psychischen Besonderheiten bei einer Reihe von Patienten könnten
auch sekundär durch den Krankheitsverlauf aufgetreten sein. Nicht selten
bestehen Partnerschaftskonflikte (Hansen 1991). Differentialdiagnostisch
(= welche Krankheiten noch in Frage kommen)
ist zu bedenken, daß sich hinter einer scheinbar monokausalen
Panalgie
(= Ganzkör
perschmerzen)
auch ein ps
ychogenes (=
psychisch verursachtes)
Schme
rzsyndrom
verbergen kann.
Therapie:
Das komplexe Beschwerdebild der Fi
bromyalgie erfordert eine stationäre interdisziplinäre, multimodale
(= mehrere Maßnahmen
beinhaltende) Therapie im Rahmen der
"speziellen
Schmerztherapie", optimal in einer
Schmerzklinik.
Bei multikausaler Genese
(= durch verschiedene Krankheiten verursachte Entwicklung)
der
Panalgie
(= Ganzkör
perschmerzen)
werden die einzelnen Schmerzbilder entsprechend ihrer Dominanz behandelt. Da in
der Regel die Schmerzschwelle herabgesetzt ist, ist eine begleitende
schmerzdistanzierende Medikation mit einem tri- oder tetrazyklischen
Antidepressivum (z.B. Doxepin, Maprotilin), evtl. vorübergehend auch in
Kombination mit einem
Neuroleptikum (z.B. Levomepromazin)
(= Mittel zur Behandlung der
Psyche, u.a. aber auch bei dieser
Schmerzerkrankung
wirksam) sinnvoll.
Hilfreich ist bei Fibromyalgie auch eine 3-4 tägige
psychovegetative Entspannung durch eine sogenannte "Schlafkur". Zur wiederholten
Schlafinduktion verwenden wir 1-2 mg Flunitrazepam, zusätzlich
geben wir 1-2 mal täglich 40 mg Prothipendyl.
Zunächst sollte der Patient über die prinzipiell gutartige Natur der
Fibromyalie-Erkrankung
aufgeklärt werden, wobei aber mögliche Folgen einer Chronizität (psychosoziale
Aspekte, Risiken einer ständigen Medikamenteneinnahme) nicht verschwiegen werden
sollten. Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient kann den bis
dahin unbefriedigenden Verlauf durchbrechen. Es ist aber auch zu bedenken, daß
weitere erfolglose Therapieversuche erneut zu Enttäuschungen führen können, die
einer weiteren Chronifizierung Vorschub leisten.
Des weiteren ist ein therapeutisches Vorgehen
erforderlich, das den multifaktoriellen Ursprung der Fibromyal
gie
berücksichtigt. Dazu gehört insbesondere eine begleitende
psychologische Therapie, die zu einer Verbesserung der Schmerzverarbeitung
bzw. Erhöhung der Schmerztoleranz beiträgt (Schmerzbewältigungstraining).
Eine schmerzdistanzierende, antidepressive Behandlung sollte bei
Patienten mit Fibromyalgie frühzeitig eingesetzt werden,
zumal damit auch eine Besserung der häufig bestehenden Schlafstörungen zu
erreichen ist. Periphere
Analgetika (=
Schmerzmittel) können versucht
werden, überwiegend ist damit jedoch keine zufriedenstellende Schmerzreduktion
zu erreichen. Auch der Einsatz von Opioiden (z.B. Morphium) ist oftmals
enttäuschend.
Eher sahen wir eine positive Wirkung bei Verabreichung von Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur
Muskelentspannung), vor allem
Tolperison. Alternativ kann Baclofen verordnet
werden.
Auch die therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika) in Form einer
Triggerpunkt-Behandlung, Infiltrationen besonders schmerzhafter Körperbereiche,
aber auch
Nervenblockaden, falls notwendig sogar kontinuierlich
mit Katheter (=
eingepflanztem Kunststoffschlauch)
(optimal im
Armbereich), ist
bei Fibromyal
gie oftmals hilfreich.
Bei Vorliegen einer sympathischen Überaktivität sind epidurale
(= rückenmarknahe)
oder periphere
Sympathikusblockaden
(= Blockaden am
unwillkürlichen Nervensystem)
erfolgversprechend.
Physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen
(u.a. Krankengymnastik) werden im Anfangsstadium der Fibromyal gie meist als angenehm empfunden
und steigern damit das körperliche Wohlbefinden. Sie sollen dazu beitragen, den
Patienten mehr Vertrauen zum eigenen Körper zu vermitteln und die Mobilität zu
steigern. Werden z.B. nur Massagen verordnet, besteht die Gefahr, daß sich
passive Tendenzen im Krankheitsverlauf verstärken. Ohnehin sind die üblichen
Massagebehandlungen (Ausnahme: Spezialmassagen wie. z.B. Bindegewebsmassagen
oder Lymphdrainagen) aus schmerztherapeutischer Sicht völlig entbehrlich und
werden von uns auch nicht mehr verordnet.
Bei einer fortgeschrittenen Fibromyalgie ist die notwendige
krankengymnastische Therapie meist schmerzbedingt nicht oder nur sehr
eingeschränkt durchführbar, so daß übliche Rehabilitationsbehandlungen mit dem
Schwerpunkt "Physiotherapie" zwar nicht umsonst, in aller Regel aber vergeblich
sind. Der große Vorteil einer gezielten Schmerzrehabilitation ist der, daß den
krankengymnastischen Beübungen jeweils eine intensive ärztliche Behandlung
vorgeschaltet werden kann. Mit der
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
läßt sich die Schmerzempfindung
deutlich herabsetzen, so daß dann eine
sinnvolle Krankengymnastik erfolgen kann.
Auf der Internetseite
"die
Gesundheitsreform" teilt das Bundesministerium für Gesundheit
mit, daß seit dem 1.4.07
alle
gesetzlich krankenversicherte Personen jetzt einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation (damit
auch auf eine
Schmerzrehabilitation)
haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen können.
Lesen Sie dazu auch einen
Brief
des Bundesgesundheitsministeriums. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05)
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).
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Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am
Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0
* Fax: +49 (0)
7931 - 545-131
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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Aktualisiert:>21.09.2009</>
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